Beiträge der Mitgliedsstaaten zum EU-Resettlement-Plan für 2026-2027 veröffentlicht

Beiträge der Mitgliedsstaaten zum EU-Resettlement-Plan für 2026-2027 veröffentlicht
Am 22. Dezember 2025 wurde der Durchführungsbeschluss zum Plan der Union für Neuansiedlung und Aufnahme aus humanitären Gründen (2026–2027) verabschiedet.
Der Beschluss legt dar, wie viele Aufnahmeplätze die EU-Mitgliedsstaaten für Resettlement und humanitäre Aufnahmen in den Jahren 2026-2027 bereitstellen wollen.
Für die kommenden beiden Jahre wurden insgesamt 10.430 Aufnahmeplätze zugesagt – davon 8.330 Neuansiedlungen und 2.100 Plätze für humanitäre Aufnahmen. Die Zahl der Zusagen ist damit vergleichsweise gering und liegt sogar unter den von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen 15.000 Zusagen.
9 EU-Mitgliedsstaaten haben sich beteiligt und Zusagen gemacht. Deutschland hat bisher keine Plätze angemeldet.
Die Anzahl der bereitgestellten Plätze stellt eine deutliche Reduktion im Vergleich zum letzten Unionsplan für die Jahre 2024-2025 dar. Hier hatten sich 14 Mitgliedsstaaten beteiligt und insgesamt rund 61.000 Plätze zugesagt.
UNHCR schätzt, dass etwa 2.5 Millionen Flüchtlinge Resettlement benötigen. Die bisher gemeldeten Beiträge der EU decken lediglich 0,4% dieses Bedarfs ab.
Hier eine tabellarische Darstellung der Beiträge der Mitgliedsstaaten, die dem Durchführungsbeschluss entnommen ist:
Beiträge der Mitgliedstaaten
zum Plan der Union für Neuansiedlung und Aufnahme aus humanitären Gründen (2026-2027)
| Aufnahme aus humanitären Gründen | Aufnahme aus Dringlichkeitsgründen (*1) | Insgesamt | ||
| Bulgarien | 120 | bis zu 20 | 120 | |
| Frankreich | 1 200 | 1 200 | ||
| Irland | 1 200 | 100 | 1 300 | |
| Italien | 800 | 2 000 | 2 800 | |
| Malta | 10 | 10 | ||
| Niederlande | 1 400 | bis zu 40 | 1 400 | |
| Rumänien | 300 | 300 | ||
| Spanien | 2 400 | 2 400 | ||
| Schweden | 900 | 900 | ||
| Insgesamt | 8 330 | 2 100 | 10 430 |
(*1) in den Beiträgen zur Neuansiedlung berücksichtigt